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Hilfe vom Anwalt - kostenfreier Erstkontakt

Sie haben eine Kündigung Ihres  Arbeitsverhältnisses erhalten und sind unsicher, ob es sich lohnt dagegen vorzugehen?

Finden Sie es hier mit nur wenigen Fragen heraus.
Haben Sie eine schriftliche Kündigung erhalten?
Wann war der Zugang der Kündigung?
Handelt es sich um eine außerordentliche bzw. fristlose Kündigung?
Seit wann besteht das Arbeitsverhältnis?
Sind bei Ihrem Arbeitgeber mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigt?
Besteht Sonderkündigungsschutz?

Die Kündigung ist möglicherweise aus formellen Gründen unwirksam.

Nach § 623 BGB ist nur eine schriftliche Kündigung wirksam. Zögern Sie also nicht Kontakt zu uns aufzunehmen: Beachten Sie unbedingt, dass eine Klagefrist von 3 Wochen gilt. Sie müssen also innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erheben. Sie sollten also schnellstmöglich Kontakt aufnehmen.

Haftungsausschluss
Die Überprüfung ersetzt keine Rechtsberatung für den konkreten Sachverhalt im Einzelfall, sondern gibt lediglich eine erste Einschätzung anhand allgemeiner Prüfungskriterien. Eine Haftung für das Prüfungsergebnis im Rahmen unseres Kündigungschecks wird daher nicht übernommen.

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir verhelfen Ihnen gerne zu Ihrem Recht.

Zugang der Kündigung, was heißt Zugang?

Die Kündigung gilt als zugegangen, wenn sie derart in den Machtbereich (Sphäre) des Gekündigten gelangt ist, dass mit der Kenntnisnahme unter regelmäßigen Umständen zu rechnen ist. Dies ist in der Regel der Fall, wenn der Arbeitgeber die Kündigung dem Gekündigten überreicht oder sie im Briefkasten eingeworfen wird.

Was bedeutet eine „schriftliche“ Kündigung?

Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses muss zwingend schriftlich erfolgen. Ist das nicht der Fall, so entfaltet die Kündigung von Anfang an keine Rechtswirkung. Das Kündigungsschreiben muss dem Gekündigten im Original und eigenhändig vom Kündigungsberechtigten unterschrieben zugehen. Eine Kündigung per Telefax, Computerfax, Email oder auf mündlichem Weg ist daher unzulässig.

War der Kündigende zum Ausspruch der Kündigung berechtigt?

Neben dem Arbeitnehmer ist auf der Arbeitgeberseite der persönlich handelnde Arbeitgeber selbst oder sein gesetzlicher bzw. rechtsgeschäftlicher Vertreter kündigungsberechtigt. Hat diese Person das Kündigungsschreiben nicht unterzeichnet, ist die Kündigung unwirksam.

Was heißt außerordentliche Kündigung? Ist die Kündigungsfrist beachtet?

Eine außerordentliche Kündigung ist eine Kündigung, durch die das Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund in der Regel ohne Einhalten einer gesetzlichen, tarifvertraglichen oder einzelvertraglichen Kündigungsfrist beendet wird. Sie kann nur in­ner­halb von zwei Wo­chen aus­ge­spro­chen wer­den, nach­dem der zur Kündi­gung Be­rech­tig­te den wich­ti­gen Grund er­fah­ren hat.

Seit wann besteht das Arbeitsverhältnis?

Wesentlich für die Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes ist der Beginn des Beschäftigungsverhältnisses. Hierbei handelt es sich um den Zeitpunkt, an dem der Arbeitnehmer mit seiner neuen Tätigkeit beginnt. In der Regel fallen das Datum des Vertragsabschlusses und der Beginn des Beschäftigungsverhältnisses nicht zusammen. Der Beginn ist grds. im Arbeitsvertrag geregelt.

Beschäftigtenzahl, Teilzeitmitarbeiter, Auszubildende, gemeinsamer Betrieb.

Maßgeblich ist die Anzahl der Vollzeitbeschäftigte, die in Ihrem Unternehmen tätig ist. Hierbei sind teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5 und nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu berücksichtigen. Hiervon erfasst sind auch Leiharbeiter. Bei einem Gemeinschaftsbetrieb zählen für die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes alle den Betrieben angehörige Beschäftigte.

Ein Gemeinschaftsbetrieb ist ein gemeinsamer Betrieb mehrerer rechtlich selbständiger Unternehmen (vgl. § 1 Abs. 1 Satz 2 BetrVG). In einem Gemeinschaftsbetrieb gibt es also mindestens zwei verschiedene Unternehmen, die formal betrachtet Arbeitgeber sein können. Die in einem Gemeinschaftsbetrieb beschäftigten Arbeitnehmer haben einen Arbeitsvertrag aber in der Regel nur mit einem der an dem Gemeinschaftsbetrieb beteiligten Unternehmen.

Besteht Sonderkündigungsschutz?

Unter anderem für folgende Personengruppen besteht ein besonderer Kündigungsschutz: Menschen mit einer Schwerbehinderung (mindestens 50% oder dessen gleichgestellt), Betriebsratsmitglied, Azubi, Elternzeit, Mutterschutz, Personen in Pflegezeit.